9. November 2009
25. Oktober 2009
Steriles Trinkwasser für einen halben Cent pro Tag
TED.com hat sich über die Zeit sehr gut weiterentwickelt: Mittlerweile gibt es zahlreiche neue Beiträge, von denen (endlich) auch einige mit deutschem Untertitel versehen sind (Link zu deutschen Beiträgen). Mein Beitrag soll auf eine wunderbare Erfindung aufmerksam machen, die dieses Jahr bei TED vorgestellt wurde: Das Lifesaver-Filtersystem in Form einer einfachen Flasche. Seht euch dazu den ca. 10-minütigen Beitrag von Michael Pritchard an:
22. Oktober 2009
„Die Grippewelle rollt an“
Passend zur aktuellen und hitzigen Diskussion (Video!) über die so genannte Schweinegrippe möchte ich auf einen zufällig gefundenen Artikel über das Mittel Tamiflu (bzw. Oseltamivir) Bezug nehmen – man achte dabei auf die Jahreszahl des Artikels und die Wortwahl. Tamiflu wurde übrigens bereits 1999 in der Schweiz zugelassen.
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Auszug aus: „Die Grippewelle rollt an“ (Top Magazin BerliN Brandenburg, Heft 4 von 2003)
Die Grippewelle rollt an
Virologen fürchten in dieser Saison eine schwere Epidemie. Aber dagegen ist ein Kraut gewachsen.
[…] Was wirklich hilft, ist ein neues bahnbrechendes Medikament der Firma Hoffmann La Roche. „Tamiflu“ wurde speziell gegen die Influenza-Viren entwickelt (…) die Symptome sind oft schon nach einigen Tagen überwunden. Folgeschäden bleiben meistens aus. Da die Viren sich explosionsartig im Körper vermehren, ist jedoch Eile geboten (…) Je früher die Behandlung mit der neuen „Grippepille“ beginnt, umso schneller ist die Krankheit vergessen (…) knappe 35 Euro sollten uns unsere Gesundheit oder der gerettete Business-Trip in jedem Falle wert sein. Im nächsten Jahr kann man sich dann ja impfen lassen. Das gibt es umsonst!
28. August 2009
27. Juni 2009
Die Tänzerin mit dem Bananen-Rock
Am 3. Juni hat eine besondere Frau ihren 103sten Geburtstag und vielleicht kommt ihr ja auf ihren Namen: Geboren wurde sie als Freda McDonald 1906 in den USA. Sie tanzte, sang und schauspielerte. Besonders auffällig waren ihre kurzen, glatten und schwarzen Haare, die immer ihre Form behielten. Und denkt man an ihre Jahre als junge Erwachsene, dann waren ihre Tänze mit Bananen-Rock und oben ohne das wohl gewagteste Ereignis auf europäischen und amerikanischen Bühnen: Josephine Baker.
Ich nehme mir die Freiheit und kopiere euch Abschnitte ihres Lebens aus Wikipedia hier herein:
Josephine Baker (* 3. Juni 1906 in St. Louis, Missouri, USA; † 12. April 1975 in Paris), geboren als Freda Josephine McDonald, war eine französische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin. Josephine Baker wurde als uneheliche Tochter des jüdischen Schlagzeugers Eddie Carson und der Waschfrau Carrie McDonald geboren. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. 1917 erlebte Baker einen Pogrom in East St. Louis mit, bei dem nach unterschiedlichen Berichten bis zu hundert Menschen, vornehmlich Afro-Amerikaner, ermordet wurden. Dieses Erlebnis prägte sie so stark, dass sie später zu einer engagierten Kämpferin gegen Rassismus wurde. Im Alter von 13 Jahren wurde sie von ihrer Mutter mit dem um viele Jahre älteren Willie Wells verheiratet (hielt aber nur ein paar Wochen). Im gleichen Jahr hatte sie ihre ersten Auftritte als Komparsin im Booker Washington Theatre in St. Louis. 1921 heiratete sie den Zugbegleiter Willie Baker, den sie zwar 1925 verließ, dessen Nachnamen sie aber zeitlebens behielt.
Ihre Laufbahn begann mit 16 Jahren am Standard Theatre in Philadelphia. Anschließend ging sie nach New York und erhielt ein Engagement in einer Truppe, mit der sie ein halbes Jahr durch die USA tourte. Von 1923 bis 1924 war sie Chorus-Girl in der musikalischen Komödie Shuffle Along in New York und trat dann in der schwarzen Revue The Chocolate Dandies auf. In New York machte Baker auch die Bekanntschaft des damals in den USA äußerst populären und bekannten deutschen Dichters Karl Gustav Vollmoeller. Dieser war seit vielen Jahren als Talentsucher und -förderer für Tänzerinnen und Schauspielerinnen tätig. Er vermittelte Baker Engagements in Berlin und Paris. Nach Auftritten im New Yorker Plantation Club verpflichtete sie sich für La Revue Nègre, die am 2. Oktober 1925 in Paris Premiere hatte.Mit ihrem Tanz eroberte sie das Pariser Publikum im Sturm, das erstmals einen Charleston zu sehen bekam.Weitere Stationen mit La Revue Nègre waren Brüssel und Berlin, wo sie am 14. Januar 1926 im Nelson-Theater am Kurfürstendamm erstmals in Deutschland auftrat. 1926 und 1927 war sie der Star der Folies Bergère. Sie trat in zwei Revuen auf, in der sie mit ihrem berühmten Bananenröckchen tanzte.Ende 1926 heiratete sie den sizilianischen Steinmetz Giuseppe Pepito Abatino, der zuvor bereits künstlerisch in ihren Shows mitwirkte. Abatino, der sich als Graf Di Albertini ausgab, wurde darauf ebenfalls Josephine Bakers Manager.Wegen ihrer unglaublichen Kostüme und Tänze erhielt sie Auftrittsverbote in Wien, Prag, Budapest und München, was sie um so interessanter für das Publikum machte. An Bord des Schiffes „Giulio Cesare“ sang sie in der Kabine für Le Corbusier (der sie auch nackt zeichnete). Nach einer Tournee durch Osteuropa und Südamerika trat sie vor allem als Sängerin in Erscheinung. „J’ai deux amours“, „Aux Îles Hawai“ und „Pretty Little Baby“ zählten zu ihren erfolgreichsten Liedern. Sie spielte unter anderem die Hauptrolle in den Filmen La Sirène des Tropiques (1927), Zouzou (1934) und Princesse Tam-Tam (1935). Schnell wurde sie zur erfolgreichsten US-amerikanischen Unterhalterin in Frankreich, wohingegen sie in den USA unter Rassenvorurteilen zu leiden hatte. 1937 nahm Josephine Baker die französische Staatsbürgerschaft an. Die Kriegsjahre des Zweiten Weltkriegs verbrachte sie in Frankreich und Nordafrika. Sie trat vor französischen Truppen auf und arbeitete für die Résistance und den Geheimdienst. Sie machte den Pilotenschein, wurde Leutnant und erhielt nach Kriegsende unter anderem die Rosette der Legion d’honneur. 1947 heiratete sie ihren Orchesterleiter Jo Bouillon. Sie blieben bis 1957 zusammen und wurden 1961 geschieden.Sie protestierte auf ungewöhnliche Weise gegen Rassismus, indem sie zwölf Waisenkinder unterschiedlicher Hautfarben adoptierte. 1956 kündigte sie ihren Rückzug von der Bühne an, feierte aber 1961 schon ihr Comeback und trat 1973 erfolgreich in der Carnegie Hall auf. 1960 wurde Josephine Baker Mitglied der Freimaurerei. Am 8. April 1975 war die Premiere ihrer Show Joséphine, in der sie ihr fünfzigjähriges Bühnen-Jubiläum feierte. Kurz darauf erlitt sie eine Gehirnblutung, an deren Folgen sie am 12. April starb. Sie wurde mit einem französischen Militärbegräbnis geehrt. Sie liegt in Monaco begraben.
Ihr seht: Eine starke Frau. Eine inspirierende Frau. Ihre Ausstrahlung und ihr Optimismus sind bis heute zu spüren. Schaut euch dazu dieses wunderbare Video an – ein Tribut an Josephine Baker:
